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Fachbegriffe und Abkürzungen rund um SAP

A

ABAP Advanced Business Application Programming Language

Programmiersprache, die SAP zur Entwicklung von Anwendungsprogrammen entwickelt hat.

ABAP Query

Werkzeug der ABAP Workbench, das Benutzern ohne Kenntnis der ABAP-Programmiersprache und der einzelnen Tabellen- und Feldnamen die Möglichkeit bietet, eigene Auswertungen zu definieren und auszuführen. Auch Statistiken und Ranglisten sind verfügbar.

Abgrenzungsbuchung

Abgrenzungsbuchungen sind Korrekturbuchungen, die am Ende einer Buchungsperiode vorgenommen werden müssen. Sie werden in der Folgeperiode storniert. Das R/3-Abgrenzungsprogramm bucht die Abgrenzung auf das Sachkonto und gibt dann das Datum an, zu dem die Stornobuchung gelten soll. Ein Stornoprogramm wird ausgeführt, um die die relevanten Abgrenzungsbelege zu selektieren und zu stornieren.

Abstimmkonto

Das Abstimmkonto ist ein Sachkonto über das die Nebenbuchkonten parallel zum Hauptbuch fortgeschrieben werden. Im Buchungskreissegment von jedem Nebenbuchkontenstammsatz wird ein Abstimmkonto definiert. Dadurch werden alle Buchungen auf Nebenbuchkonten auch automatisch auf das Hauptbuchabstimmkonto gebucht. In der Regel verweisen mehrere Konten der Nebenbuchhaltung auf ein gemeinsames Abstimmkonto. Damit wird der Ausweis der Nebenbuchhaltung in der Hauptbuchhaltung unter bilanziellen Gesichtspunkten erreicht. Zum Beispiel können ausländische Debitoren auf ein gemeinsames Abstimmkonto weisen.

Akontozahlung

Zahlung, die keinem Geschäftsvorfall zugeordnet ist. Dies unterscheidet sie von der Anzahlung und der Teilzahlung.

Aktiva

Summe der Vermögensteile und Rechnungsabgrenzungsposten eines Unternehmens, die auf der linken Seite der Bilanz ausgewiesen werden.

Analyse und Umbuchung WE/RE-Verrechnungskonten

Dieses Programm (RFWERE00) analysiert WE/RE-Verrechnungskonten und erzeugt Korrekturbuchungen, um Geschäftsvorgänge für die Bilanzerstellung korrekt auszuweisen.

Anlagenbuchhaltung

Die Anlagenbuchhaltung ist eine Nebenbuchhaltung der Finanzbuchhaltung in der die betriebswirtschaftlichen Vorgänge zum Anlagevermögen erfasst werden.

Anlagenklasse

Die Anlagenklasse ist das Hauptkriterium für die Gliederung des Anlagevermögens. Sie ermöglicht die Kontenfindung und bietet Nummernkreise sowie Anzeigeoptionen.

Arbeitsvorrat

Bei der Anzeige von Kontoständen oder Einzelposten können Sie mit der Hilfe von Arbeitsvorräten schnell mehrere Konten gleichzeitig abfragen. Arbeitsvorräte können für die folgenden Objekte definiert werden: BUKRS (Buchungskreis), KUNNR (Debitor), LIFNR (Kreditor) und SAKNR (Sachkonto).

ASAP (Accelerated SAP)

ASAP ist die SAP-Lösung für die beschleunigte Einführung von R/3- Projekten. ASAP optimiert Zeit, Qualität und den Einsatz von Ressourcen. Der Schwerpunkt liegt auf der Koordination aller Elemente, die eine erfolgreiche Einführung ausmachen.

Auftrag

Festlegung einer bestimmten innerbetrieblichen Leistung. Der Auftrag gibt an:

  • welche Leistung zu erbringen ist,
  • wann die Leistung zu erbringen ist,
  • welche Hilfsmittel einzusetzen sind,
  • wie die Auftragskosten verrechnet werden.

Aufwand

Ausgaben eines Unternehmens, für die in einer Periode verbrauchten Güter, Dienstleistungen und öffentlichen Abgaben, die in der Gewinn- und Verlustrechnung den Erträgen gegenübergestellt werden.

Ausgangssteuer

Steuer, die Debitoren zu stellen ist. Sie stellt gegenüber dem Finanzamt eine Steuerschuld dar.

Ausgleichen

Vorgang, bei dem offene Posten eines Kontos oder mehrerer Konten als ausgeglichen gekennzeichnet werden. Offene Posten können ausgeglichen werden, wenn die Summe der Sollbeträge und der Habenbeträge der einander zugeordneten Posten eines oder mehrerer Konten einen Saldo von Null ergeben. Beispiel: Wenn ein Kunde eine Rechnung bezahlt, können Sie die zugehörigen offenen Posten ausgleichen.

Ausgleichsverfahren

Verfahren zum Ausgleichen offener Posten. Dadurch ist es möglich, in einem Vorgang einen Zahlungseingang zu buchen und die bezahlten Rechnungen auszugleichen. Das System stellt zwei Verfahren zur Verfügung:

  • Ausgleichen eines Kontos:
    Beim Ausgleichen eines Kontos können nur Posten in einer Währung ausgeglichen werden, es dürfen keine zusätzlichen Buchungen erforderlich sein.
  • Buchen mit Ausgleich:
    Beim Buchen mit Ausgleich können Buchungen vorgenommen werden.

Ausgleichsvorgang

Vorgang, der den Geschäftsvorfall repräsentiert, der den Ausgleich veranlasst. Beispiel: Zahlungseingang und -ausgang.

Automatische Kontierung

Automatische Funktion (in der Finanzbuchhaltung) in Buchungstransaktionen, über die das System Einzelposten den entsprechenden Konten zuordnet, ohne dass Eingaben des Benutzers erforderlich sind.

Avis

Ankündigung einer Lieferung, Zahlung oder des Eingangs eines Akkreditivs im Außenhandelsverkehr.

B

Bankabbuchungsverfahren

Spezielles Verfahren, bei dem der Zahlungspflichtige seiner Bank den schriftlichen Auftrag erteilt, Lastschriften zu Lasten seines Kontos einzulösen.

Bankeinzugsverfahren

Spezielles Verfahren, bei dem Zahlungsempfänger (Gläubiger) eine schriftliche Einzugsermächtigung des Zahlungspflichtigen (Schuldners) vorliegen muss. Die Lastschriften müssen einen Hinweis auf die Ermächtigung enthalten.

Bankenstammdaten

Informationen über eine Bank, die benötigt werden, um den Geschäftsverkehr mit ihr abwickeln zu können. Diese Informationen werden im Bankenverzeichnis gespeichert, das Informationen zu allen gewünschten Banken enthält. Dazu gehören z.B. der Name der Bank, die Anschrift und länderspezifische Angaben.

Bankleitzahl (BLZ)

Schlüssel, der eine Bank eindeutig identifiziert. SAP versteht unter der Bankleitzahl den Bank-Code. Andere Bezeichnungen für den Bank-Code lauten:

  • Österreich: Bankleitzahl,
  • Schweiz: SIC Code oder BC-Nummer.

Basisdatum

Das Basisdatum legt fest, ab wann die Zahlungsbedingungen gelten. Das R/3-System ermöglicht die individuelle Anpassung dieses Datums gemäß Kundenanforderungen.

Beleg

Nachweis eines Geschäftsvorfalls. Man unterscheidet Originalbelege und EDV-Belege:

  • Zu den Originalbelegen zählen z.B. Eingangsrechnungen, Bankauszüge und Durchschriften von Ausgangsrechnungen.
  • Zu den EDV-Belegen zählen z.B. Buchhaltungs-, Muster- und Dauerbuchungsurbelege. Der Buchhaltungsbeleg gibt den Originalbeleg im System wieder. Alle weiteren EDV-Belege dienen als Erfassungshilfen.

Belegänderungsregel

Belege können basierend auf Belegänderungsregeln unter der Nummer des Originalbelegs geändert werden. Diese Regeln bestimmen, welche Felder geändert werden können und unter welchen Bedingungen das möglich ist.

Belegart

Schlüssel, durch den zu buchende Geschäftsvorfälle unterschieden werden. Die Belegart steuert die Belegablage und legt die zu bebuchenden Kontenarten fest. Die Belegart wird im Belegkopf aller Belege erfasst.

Belegdatum

Datum, an dem der Originalbeleg (z.B. eine Kreditorenrechnung) erstellt wurde.

Belegerfassung

Manuelle oder automatische Aufnahme eines Belegs in das SAP-System. Die manuelle Erfassung geschieht über Bildschirmbilder, die speziell auf die zu erfassenden Geschäftsvorfälle abgestimmt sind. Die automatische Übernahme erfolgt über eine Dialogschnittstelle.

Belegkopf

Teil eines Belegs, der die Informationen enthält, die für den ganzen Beleg Gültigkeit haben, wie z.B. das Belegdatum und die Belegnummer.

Belegnummer

Schlüssel, der jeden Beleg in einem Buchungskreis innerhalb eines Geschäftsjahres eindeutig identifiziert.

Belegposition

Bestandteil eines Belegs mit Informationen zu einer Position. Dazu gehören ein Betrag, eine Kontonummer, die Zuordnung zu Soll oder Haben und weitere Angaben, die von dem zu buchenden Vorgang abhängen.

Belegprinzip

Prinzip, nach dem Buchungen immer in Belegform gespeichert werden. Der Beleg bleibt als zusammenhängende Einheit bestehen und ist jederzeit anzeigbar, bis er archiviert wird.

Belegwährung

Währung, in der ein Beleg gebucht wird.

Berichtsbäume

Berichtsbäume sind grafische Darstellungen von Berichten und nach Anwendungsbereichen strukturiert. R/3 enthält Standardberichte für jeden Bereich, die die Benutzer jedoch den individuellen betriebswirtschaftlichen Anwendungen ihres Unternehmens anpassen können.

Berichtsvariante

Mit einer Berichtsvariante können vordefinierte Selektionskriterien für einen Bericht gespeichert werden. Zu einem einzelnen Bericht können mehrere Berichtsvarianten definiert werden. Eine einzelne Variante kann jedoch nur für einen Bericht verwendet werden. Berichtsvarianten ermöglichen Standardberichtseinstellungen, um eine konsistente Berichtsausgabe zu gewährleisten.

Bestandskontenbewertung

Das Programm RFSBEW00 bewertet Sachkonten, die in einer Fremdwährung geführt werden, zu einem Stichtag, der als Selektionsparameter angegeben wurde.

Bestandskonto

Konto, auf dem Zu- und Abgänge eines Bestandes geführt werden. Der Saldo eines Bestandskontos wird am Geschäftsjahresende auf sich selbst vorgetragen.

Bewegungsart

Klassifizierender Schlüssel für die Art der Materialbewegung (z.B. Wareneingang, Warenausgang, Umlagerung). Abhängig von der Bewegungsart findet das System vorgegebene Buchungsregeln zum Bebuchen von Konten der Finanzbuchhaltung (Bestands- und Verbrauchskonten) und zum Fortschreiben von Bestandsfeldern im Materialstammsatz.

Bewertung

Begriff der Bilanzierung; Feststellung des Wertes sämtlicher Güter des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Verbindlichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt nach gesetzlichen Vorschriften.

Bewertung, getrennte

Möglichkeit, Bestände eines Materials innerhalb eines Werkes wertmäßig auf unterschiedlichen Bestandskonten zu führen und bezüglich der Bewertung unterschiedlich zu behandeln. Beispiel: Fremdbeschaffte und selbstgefertigte Bestände des gleichen Materials werden innerhalb eines Werkes auf unterschiedlichen Bestandskonten mit verschiedenen Wertansätzen und unterschiedlicher Preissteuerung geführt.

Bewertungsklasse

Zuordnung des Materials zu einer Gruppe von Sachkonten. Die Bewertungsklasse bestimmt zusammen mit anderen Faktoren die Sachkonten, die bei einem bewertungsrelevanten Vorgang (z.B. Warenbewegung) fortgeschrieben werden. Die zulässigen Bewertungsklassen hängen von der Materialart ab. Für eine Materialart können mehrere Bewertungsklassen zulässig sein. Eine Bewertungsklasse kann für mehrere Materialarten zulässig sein.

Bewertungskreis

Organisatorische Einheit der Logistik, die ein Unternehmen aus Sicht einer einheitlichen und abgeschlossenen Bewertung von Materialbeständen gliedert. Für die Material- und die Auftragskalkulation ist eine Bewertung auf Werksebene erforderlich. Die Bewertung von Materialbeständen erfolgt entweder auf Werks- oder auf Buchungskreisebene. Bei einer Bewertung auf Werksebene entspricht einem Werk genau ein Bewertungskreis. Bei einer Bewertung auf Buchungskreisebene entspricht einem Buchungskreis genau einem Bewertungskreis. Zur Bewertung der Materialien in einem Werk ist jedes Werk einem Bewertungskreis zugeordnet. Jeder Bewertungskreis ist nach bilanziellen Gesichtspunkten einem Buchungskreis zugeordnet.

Bilanz/GuV-Struktur

Strukturen werden angelegt, um die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung zu strukturieren. Bilanz/GuV-Strukturen können für einen bestimmten Kontenplan, einen Konzernkontenplan oder ohne Zuordnung definiert werden. Kontengruppen werden den Positionen auf den untersten Hierarchiestufen zugeordnet.

Briefkurs

Kurs, zu dem eine Ware, Devise oder ein Wertpapier angeboten wird.

Buch

Rahmen, der Festlegungen für die Erfassung und Darstellung von Werte- bzw. Mengenbewegungen für einen bestimmten Teilbereich des Rechnungswesens und für einen bestimmten Berichts- und Auswertungszweck enthält. Ein Buch umfasst Verkehrszahlen und Belege, in denen wert- und mengenmäßige Veränderungen aufgrund von Geschäftsvorfällen dargestellt werden.

Buchhaltungsbeleg

Nachweis über wertmäßige Veränderungen innerhalb eines Buchungskreises aufgrund von Geschäftsvorfällen. Er besteht aus mehreren Positionen (Buchungen), die die Einzelbewegungen kontenbezogen ausweisen. Beim Buchen eines Buchhaltungsbelegs werden die Verkehrszahlen der bebuchten Konten fortgeschrieben. Der Buchhaltungsbeleg gibt den Originalbeleg im System wieder.

Buchung, automatische

Buchung, die bei bestimmten Vorgängen automatisch erzeugt wird. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ausgangs- und Vorsteuerbuchung
  • Buchung der Kursdifferenzen
  • Buchung der Skontoaufwendungen und -erträge

Jede automatische Buchung wird durch eine separate Belegposition ausgewiesen.

Buchung, statische

Buchung eines Sonderhauptbuchvorganges, bei dem die Gegenbuchung automatisch auf ein vorgegebenes Verrechnungskonto erfolgt (z.B. erhaltene Bürgschaften).

Buchungskreis

Die kleinste organisatorische Einheit des externen Rechnungswesens, für die eine vollständige, in sich abgeschlossene Buchhaltung abgebildet werden kann. Dies beinhaltet die Erfassung aller buchungspflichtigen Ereignisse und die Erstellung aller Nachweise für einen gesetzlichen Einzelabschluss, wie Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen.

Buchungskreisübergreifende Buchung

Buchungsvorgang, an dem mehrere Buchungskreise beteiligt sind. Das System erzeugt für jeden beteiligten Buchungskreis einen Beleg. Buchungskreisübergreifende Buchungen werden benutzt, um beispielsweise einen zentralen Einkauf oder einen zentralen Zahlungsverkehr abzuwickeln.

Buchungskreiswährung/Hauswährung

Währung des Buchungskreises, in dem der Beleg gebucht wurde. R/3 speichert immer die Buchungskreiswährung.

Buchungsperiodenvariante

Buchungskreise werden einer Buchungsperiodenvariante zugeordnet. Diese Variante legt fest, welche Perioden zum Buchen geöffnet sind.

Buchungsschlüssel

Mit jeder in R/3 verarbeiteten Belegposition ist immer nur ein Buchungsschlüssel verknüpft. Er ist ein zweistelliger numerischer Schlüssel, der die Erfassung von Belegpositionen steuert. Er legt u.a. folgendes fest:

  • Kontoart
  • Soll- oder Habenbuchung
  • Gestaltung der Erfassungsbilder

Buchungssperre

Kennzeichnung eines Kontos, die es ermöglicht, Konten zum Buchen zu sperren. Ein Konto kann zentral für alle Buchungskreise oder lokal für einen Buchungskreis gesperrt werden.

C

CpD-Konten, Conto pro Diverse

Konto, auf dem die Verkehrszahlen einer Gruppe von Geschäftspartnern ausgewiesen werden, mit denen nur einmal oder selten ein Geschäft abgewickelt wird. Für CpD-Konten wird ein spezieller Stammsatz benötigt. Die spezifischen Daten des Geschäftspartners, wie die Adresse und die Bankverbindung, werden nicht im Stammsatz, sondern im Beleg eingegeben.

D

Dauerbuchungen

Dauerbuchungen sind Geschäftsvorgänge, die sich regelmäßig wiederholen. Deshalb können in R/3 Dauerreferenzbelege angelegt werden, um die periodischen Arbeiten zu beschleunigen. Diese Referenzbelege werden dann ausgewählt und periodisch verarbeitet. Die eigentliche Fortschreibung des Hauptbuches findet durch die Hintergrundverarbeitung statt.

Debitor

Geschäftspartner, gegenüber dem Forderungen für erbrachte Leistungen bestehen. Eine solche Leistung kann z.B. eine erfolgte Lieferung, eine erbrachte Dienstleistung oder die Übertragung eines Rechtes sein.

Debitorenbuch

Buch, das für die Darstellung von Werten aus Geschäftsvorfällen mit Debitoren definiert ist. Es führt Werte auf Buchungskreisebene.

Debitorenkonto

Struktur zur Aufnahme von Wertebewegungen in einem Buchungskreis, die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber einem Debitor betreffen. Ein Debitorenkonto umfasst Verkehrszahlen, in denen Wertebewegungen für Berichtszwecke des Debitorenbuchs als periodenbezogener Summenwert dargestellt sind. Es wird unterschieden zwischen der Debitorkonto-Verkehrszahl, die Wertebewegungen pro Buchungsperiode als Summenwert bezüglich des zugeordneten Abstimmkontos darstellt und der Debitorkonto-Sonderverkehrszahl, die Wertebewegungen, die sich auf eine Sonderhauptbuchkategorie (Sonderhauptbuchkennzeichen) beziehen, als geschäftsjahresbezogener Summenwert darstellt. Ein Debitorenkonto enthält Informationen, die der Buchungskreis für die wertmäßige Abbildung von Geschäftsvorfällen mit dem Debitor benötigt. Aufgrund der Zuordnung des Abstimmkontos werden Forderungen gegenüber Debitoren im Hauptbuch auf der Ebene des Sachkontos parallel mitgeführt. Sollen Forderungen pro Sonderhauptbuchkategorie ausgewiesen werden, muss für diese eine Kontenplanposition festgelegt werden (Abstimmkontofindung) auf die im Hauptbuch abzustimmen ist. Diese Zuordnung ist buchungskreisübergreifend.

Debitorenstammsatz

Datensatz, der alle Informationen zum Geschäftspartner enthält, die u.a. für die Abwicklung von Geschäftsvorfällen benötigt werden. Dazu zählen z.B. die Anschrift und Bankverbindung.

E

Einkaufsorganisation

Die Einkaufsorganisation ist für die vollständige Abwicklung der Einkaufsaktivitäten verantwortlich (z. B. Anfragen und Bestellungen). Die Einkaufsorganisation pflegt Informationen, die für Kreditoren und die Preisfindung relevant sind, um den wirtschaftlichsten Warenerwerb zu unterstützen.

Einzelpostenanzeige

Anzeige von Belegpositionen zu einem Konto oder mehreren Konten. Voraussetzung ist, dass die Konten mit Einzelpostenanzeigen geführt werden. Dies ist für Debitoren und Kreditorenkonten zwingend vorgesehen, für Sachkonten muss es im Stammsatz des Kontos festgelegt werden.

Ergebnisbereich

Ein Ergebnisbereich ist das zentrale Element in der Ergebnisrechnung. Kostenrechnungskreise werden für das interne Rechnungswesen nur auf einen Ergebnisbereich abgebildet.

Ergebnisobjekt

Ergebnisobjekte stellen die Marketing- und Managementsichten eines Unternehmens im Gegensatz zu den Sichten des juristischen Berichtswesens dar. Sie werden in einem Ergebnisbereich definiert und befinden sich im Modul Ergebnisrechnung.

ERS (Evaluated Receipt Settlement/Automatische Wareneingangsabrechnung)

Verfahren zur automatischen Abrechnung von Wareneingängen. Bei der automatischen Wareneingangsabrechnung wird mit dem Kreditor vereinbart, dass dieser zu einem Bestellvorgang keine Rechnung erstellt. Statt dessen wird der Rechnungsbeleg automatisch auf Grundlage der Daten aus Bestellung und Wareneingängen dazu gebucht.

Ertragskonto

Konto, auf dem Erlöse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gebucht werden.

Erwerbsteuer

Die Erwerbsteuer fällt bei der grenzüberschreitenden Lieferung von Waren und Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft an (Warenlieferung an das übrige Gemeinschaftsgebiet an einen Kunden mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer). Die Erwerbsteuer muss vom Unternehmer, der Ware erworben hat, mit den im Land des Warenerwerbs gültigen Steuersätzen ausgewiesen werden, kann aber gleichzeitig als Vorsteuer gebucht werden. Im Ergebnis wird der Unternehmer, der zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt ist, durch die Erwerbsteuer nicht belastet. Dazu wird der Steuerbetrag beim Buchen der Eingangsrechnung gleichzeitig als Verbindlichkeit und als Forderung auf dem Steuerkonto gebucht. Die Erwerbsteuer entsteht mit Ausstellung der Rechnung, spätestens jedoch am 15. des auf den Erwerb folgenden Monats (in Deutschland am Ende des Folgemonats). Die Steuerbeträge werden aufgrund des Rechnungsbetrags (Basisbetrags) ermittelt. Die Steuersätze für die erworbenen Waren sind in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich und entsprechen den normalen, im Inland gültigen Steuersätzen.

F

Fakturabeleg

Oberbegriff für Rechnungen, Gutschriften, Lastschriften, Pro-forma-Rechnungen und Stornobelege. Ein Fakturabeleg besteht aus einem Belegkopf mit Daten, die für den gesamten Beleg gelten, und einer beliebigen Anzahl von Belegpositionen.

Fälligkeitsdatum

Datum, zu dem der Anspruch eines Gläubigers durch den Schuldner eingelöst werden muss. Ein Fälligkeitsdatum wird insbesondere beim Erfassen eines Wechsels eingegeben.

Feldstatus

Das Ziel von R/3 ist die Sicherstellung einer genauen und effizienten Datenerfassung. Die Verwendung der Feldstatusfunktion erlaubt die Anzeige der entsprechenden Felderkombination zum Zeitpunkt der Dateneingabe. Dadurch werden Fehler verhindert, die bei Ein- und Ausschluss entstehen. Einzelne Felder können als Mussfelder, Kannfelder oder ausgeblendet definiert werden. Dies hängt von der benutzerdefinierten Konfiguration von R/3 ab.

FI-CO-Abstimmprogramm

Der RKAKALFI-Bericht wird verwendet, wenn in einer Organisation eine oder mehrere Firmen mit demselben Kostenrechnungskreis verbunden sind und firmen- bzw. buchungskreisübergreifende CO-Zuordnungen und geschäftsbereichübergreifende Buchungen stattfinden. Dieser Bericht vergleicht dann pro Firma die Gesamtbuchungen in FI und CO und erzeugt Korrekturbuchungen.

Filialkonto

Konto, das benutzt wird, um ein Zentral- und Filialverhältnis eines Kunden oder Lieferanten im SAP-System abzubilden. Die auf Filialkonten erfassten Bestellungen, Lieferungen oder Rechnungen werden auf das Zentralkonto gebucht. Jedes Filialkonto muss auf ein Zentralkonto verweisen.

Finanzdisposition

Kurz- und mittelfristige Verfügung über disponible bzw. disponibel werdende Finanzmittel.

Finanzkalender

Der Finanzkalender erlaubt die schnelle und zentrale Übersicht über im System eingeplante oder bereits ausgeführte Arbeiten, wobei der Benutzer Aufgaben im Finanzwesen zentral überwachen und planen kann, sobald Sie sich ergeben.

Finanzkreis

Der Finanzkreis ist eine organisatorische Einheit der Komponente Treasury im R/3- System. Finanzkreise untergliedern ein Unternehmen in Einheiten, in denen eine unabhängige Finanzmittelrechnung und ein unabhängiges Haushaltsmanagement durchgeführt werden können.

Forderung

Anspruch auf Bezahlung einer gelieferten Ware oder Leistung gegenüber dem Empfänger. Forderungen werden in der Bilanz ausgewiesen unter "Umlaufvermögen" mit weitergehender Untergliederung, wie beispielsweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen an verbundene Unternehmen.

Fremdwährung

Eine von der Währung des Buchungskreises (Landeswährung) abweichende Währung.

Fremdwährungsbestandskonto

Konto, das in einer Fremdwährung geführt wird. Fremdwährungsbestandskonten werden z.B. benutzt, um Devisenkonten bei Banken in der Buchhaltung abzubilden.

Fremdwährungsbewertung

Verfahren mit dem Ziel, den Wert des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten, die in Fremdwährung gebucht wurden, neu zu bestimmen. Die Bewertung findet in der Regel nach dem Prinzip der Einzelbewertung statt. Das heißt, für die Bewertung werden die offenen Posten herangezogen. Ist dies nicht möglich, z.B. wenn ein Konto nicht mit Offene-Posten-Verwaltung geführt wird, wird der Kontensaldo bewertet.

Funktionsbereich

Organisatorische Einheit des Rechnungswesens, die das Unternehmen entsprechend den Anforderungen des Umsatzkostenverfahrens nach betrieblichen Funktionen wie Produktion, Verwaltung, Vertrieb, Marketing oder Forschung und Entwicklung gliedert. Indem die Kosten nach den Funktionsbereichen ausgewiesen werden, wird im Umsatzkostenverfahren gezeigt, weshalb Kosten in einem Unternehmen angefallen sind und wozu die Aufwendungen dienen.

G

Geldkurs

Kurs, zu dem eine Ware, Devise oder ein Wertpapier nachgefragt wurde.

Geschäftsbereich

Ein Geschäftsbereich ist eine organisatorische Einheit des externen Rechnungswesens, die einem abgegrenzten Tätigkeitsbereich oder Verantwortungsbereich im Unternehmen entspricht, dem in der Finanzbuchhaltung erfasste Wertebewegungen zugerechnet werden können.

Geschäftsjahr

In der Regel ein Zeitraum von 12 Monaten, für den das Unternehmen regelmäßig seine Inventur und Bilanz zu erstellen hat. Das Geschäftsjahr kann sich mit dem Kalenderjahr decken, muss es aber nicht. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Geschäftsjahre zulässig, die weniger als 12 Monate umfassen (Rumpfgeschäftsjahr).

Geschäftspartner

Eine außerhalb der eigenen Organisation stehende juristische oder natürliche Person bzw. eine Gruppe von natürlichen oder juristischen Personen, an der ein geschäftliches Interesse besteht.

Gewinn- und Verlustrechnung, GuV

Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen einer Periode zur Ermittlung des Ergebnisses des Unternehmens und seiner Quellen. Die GuV ist Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses.

Gutschrift

Buchung, durch die der Saldo der Forderungen oder Verbindlichkeiten vermindert wird.

H

Hauptbuch

Buch für die Darstellung von Werten, auf deren Basis die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung erstellt werden. Es führt Werte auf Buchungskreisebene.

Hausbank

Geschäftspartner, der eine Bank abbildet und über den hauseigene Geldgeschäfte abgewickelt werden.

Hauswährung

Währung eines Buchungskreises (Landeswährung), in dem die lokalen Bücher geführt werden.

Hauswährungsbetrag

Betrag, der in der Währung des Buchungskreises angegeben ist. Wird ein Betrag in Fremdwährung erfasst, dann rechnet das System ihn automatisch in die Hauswährung um.

I

IMG (Implementation Guide)

Der IMG oder Implementation Guide (Einführungsleitfaden) ist das zentrale Element des Customizing. Online navigiert er Sie durch alle erforderlichen Schritte bei der Einführung des R/3-Systems, bei eventuellen Änderungen sowie bei System- und Release-Upgrades. Der IMG hat systemweite Gültigkeit und ist mandantenunabhängig.

Innenauftrag

Durch die Verwendung von Innenaufträgen können Kosten von bestimmten Vorgängen und Aufgaben innerhalb eines Unternehmens geplant, gesammelt, überwacht und abgerechnet werden. Das SAP-R/3-System ermöglicht die durchgehende Überwachung von Innenaufträgen (vom Anlegen über die Planung und Buchung von Ist-Kosten bis zur Endabrechnung).

Investitionssteuer

In bestimmten Ländern erhobene Steuer auf Investitionen.

K

Kontengruppe

Zusammenfassung von Eigenschaften, die das Anlegen und Verwalten von Stammsätzen steuern. Sie bestimmt, welche Daten für den Stammsatz relevant sind und einen Nummernbereich, aus dem die Nummern für die Stammsätze zu wählen sind. Jedem Stammsatz muss eine Kontengruppe zugewiesen werden.

Kontenpflege

Ausgleichen offener Posten eines Kontos.

Kontenplan

Gliederungsschema aller Sachkontenstammsätze, die innerhalb eines oder mehrerer Buchungskreise benötigt werden. Der Kontenplan enthält die Kontonummer, die Kontobezeichnung sowie Steuerungsinformationen für den Sachkontenstammsatz. Es gibt verschiedene Arten von Kontenplänen (siehe Operativer Kontenplan, Konzernkontenplan, Landeskontenplan).

Kontenplanverzeichnis

Verzeichnis aller Kontenpläne, die innerhalb eines Mandanten verwendet werden können.

Kontenschreibung

Aufzeichnung aller Bewegungen auf einem Konto innerhalb einer Periode. Die Kontenschreibung zeigt den Saldo zu Beginn einer Periode und die Entwicklung des Kontos bis zum Periodenende.

Kontierung

Festlegung der Kontierungsobjekte (z.B. Konto), die bei einem Geschäftsvorfall bebucht werden.

Kontierungsmuster

Das Kontierungsmuster ist eine Schablone für die Buchung von Belegen. Es enthält die Posten, die zur Vereinfachung der Dateneingabe im Beleg vorgeschlagen werden. Das Kontierungsmuster kann eine unbestimmte Anzahl von Einzelposten sowie den gebuchten Betrag enthalten oder einen Äquivalenzfaktor, um einen Betrag proportional zu verteilen.

Kontoart

Schlüssel, der angibt, zu welchem Buchhaltungsbereich ein Konto gehört. Kontoarten sind beispielsweise Debitoren- und Kreditorenkonten, Sachkonten, Anlagen- und Materialkonten. Der Buchungsschlüssel bestimmt, welche Kontoart verwendet wird. Die Kontoart wird zusätzlich zur Kontonummer benötigt, um ein Konto eindeutig zu identifizieren, da für jede Kontoart die gleiche Kontonummer benutzt werden kann.

Kontrollsummen

Summen, mit denen festgestellt werden kann, ob die Beträge der gebuchten Belege korrekt eingegeben wurden. Kontrollsummen werden beim Buchen vom System mitgeführt, falls dies gewünscht wird.

Konzern

Ein Konzern ist die Konsolidierungseinheit, der Buchungskreise zugeordnet werden.

Konzernkontenplan

Der Konzernkontenplan gruppiert verschiedenartige Kontenpläne für die Konzernrechnungslegung.

Korrespondenz

Alle Auswertungen und Berichte, die an Geschäftspartner geschickt werden, werden als Korrespondenz betrachtet. Dazu gehören Kontoauszüge, Saldenbestätigungen, Individual- und Serienbriefe, Belegauszüge, Zahlungsmitteilungen und Wechselspesenabrechnungen.

Kostenart

Kostenarten klassifizieren den betriebszweckbezogenen bewerteten Verbrauch von Produktionsfaktoren innerhalb eines Kostenrechnungskreises.

Kostenrechnungskreis

Ein Kostenrechnungskreis ist die organisatorische Einheit innerhalb eines Unternehmens, für die eine vollständige, in sich geschlossene Kostenrechnung durchgeführt werden kann.

Kostenstelle

Kostenstellen sind organisatorische Einheiten, auf denen die Kosten gesammelt werden, die in bestimmten Verantwortungsbereichen anfallen. Sie werden innerhalb eines Kostenrechnungskreises definiert. Ein Kostenrechnungskreis kann einen oder mehrere Buchungskreise umfassen.

Kreditkontrollbereich

Organisatorische Einheit, die einen Verantwortungsbereich für die Vergabe und Überwachung von Krediten darstellt, die an Debitoren gewährt werden. Er entspricht organisatorisch einem Buchungskreis oder fasst - falls die Kreditkontrolle buchungskreisübergreifend erfolgen soll - mehrere Buchungskreise zusammen. In einem Kreditkontrollbereich können Kreditinformationen pro Debitor zur Verfügung gestellt werden.

Kreditlimit

Der einem Kunden eingeräumte Höchstbetrag für die Gewährung eines Kundenkredits.

Kreditor

Geschäftspartner, gegenüber dem Verbindlichkeiten für erhaltene Leistungen bestehen.

Kreditoren-Netto-Verfahren

Verfahren, bei dem die Kosten- oder Bestandsbuchungen zum Zeitpunkt der Rechnungsbuchung automatisch um den zu erwartenden Skonto vermindert werden. Dadurch ist es z.B. möglich, den exakten um den Skonto verminderten Anschaffungswert auf Anlagenkonten zu buchen.

Kreditorenbuch

Buch, das für die Darstellung von Werten aus Geschäftsvorfällen mit Kreditoren definiert ist. Es führt Werte auf Buchungskreisebene.

Kreditorenkonto

Struktur zur Aufnahme von Wertebewegungen in einem Buchungskreis, die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditor betreffen. Ein Kreditorenkonto umfasst Verkehrszahlen, in denen Wertebewegungen für Berichtszwecke des Kreditorenbuchs als periodenbezogener Summenwert dargestellt sind. Es wird unterschieden zwischen der Kreditorkonto-Verkehrszahl, die Wertebewegungen pro Buchungsperiode als Summenwert bezüglich des zugeordneten Abstimmkontos darstellt und der Kreditorkonto-Sonderverkehrszahl, die Wertebewegungen, die sich auf eine Sonderhauptbuchkategorie (Sonderhauptbuchkennzeichen) beziehen, als geschäftsjahresbezogener Summenwert darstellt. Ein Kreditorenkonto enthält darüber hinaus Informationen, die der Buchungskreis für die wertmäßige Abbildung von Geschäftsvorfällen mit dem Kreditor benötigt. Aufgrund der Zuordnung des Abstimmkontos werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditoren im Hauptbuch auf der Ebene des Sachkontos parallel mitgeführt. Sollen Verbindlichkeiten pro Sonderhauptbuchkategorie ausgewiesen werden, muss für diese eine Kontenplanposition. werden (Abstimmkontofindung), auf die im Hauptbuch abzustimmen ist. Diese Zuordnung ist buchungskreisübergreifend.

Kreditorenstammsatz

Datensatz, der alle Informationen zum Geschäftspartner enthält, die u. a. für die Abwicklung von Geschäftsvorfällen benötigt werden. Dazu zählen z. B. die Anschrift und die Bankverbindung.

Kursdifferenz

Differenzbetrag, der sich ergibt, wenn ein Fremdwährungsbetrag zu unterschiedlichen Kursen umgerechnet wird.

Kurstabelle

Kurstabellen können vom Benutzer gepflegt werden. Sie enthalten Daten mit den anzuwendenden Umrechnungsfaktoren für Fremdwährungstransaktionen. Das System übernimmt die hier angegebenen Faktoren, wenn keine anderen Angaben gemacht werden.

Kurstyp

Mit dem Kurstyp können mehrere Umrechnungskurse im System hinterlegt und für verschiedene Zwecke benutzt werden. Der Kurstyp kann verwendet werden, um für die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen einen Geld-, Brief- und Mittelkurs zu definieren, um einen Kurs für die Umrechnung von Finanzberichten oder einen Kurs für eine spezielle Währungsanforderung in Ihrem Unternehmen zu definieren.

L

Landeskontenplan

Der Landeskontenplan bietet eine alternative Kontonummernstruktur, um lokale Anforderungen im Berichtswesen abzudecken. Er wird auch als alternativer Kontenplan bezeichnet.

Lastschriftverfahren

Rechnungseinzugsverfahren per Lastschrift. Es sind zu unterscheiden:

  • Abbuchungsverfahren,
  • Einzugsermächtigungsverfahren.

Ledger, spezielles

Ein Ledger ist ein Hauptbuch, basierend auf beliebigen Elementen des Kontierungsblocks. Seine Aufgabe besteht darin, Summen zum Zwecke des Berichtswesens zu führen. Für alle kundenindividuell erzeugten Speziellen Ledger stehen neben dem vorgangsorientierten Verproben, Anreichern und Sammeln von Daten über Integrationsschnittstellen Funktionen wie Planung, Allokation, Rollups, Währungsumrechnung, Saldovortrag und Datenübernahme zur Verfügung. Operative Funktionen wie die Verwaltung von offenen Posten, Obligen etc. werden nicht unterstützt.

Leistungsart

Leistungsarten teilen innerhalb eines Kostenrechnungskreises die Leistungen ein, die in den Kostenstellen erbracht werden. Sie werden in Zeit- oder Mengeneinheiten gemessen. Beispiel: Maschinenzeit, Arbeitsstunden.

Lockbox-Bearbeitung

In den USA werden Zahlungstransaktionen hauptsächlich mit Hilfe von Schecks vorgenommen. Um diese Zahlungen schnell zu bearbeiten, bieten die Banken einen Lockbox-Service an, der den Kunden die Möglichkeit gibt, ihre Zahlungen direkt an die Lockbox der Bank zu senden. Die Bank reicht die Schecks ein und sendet via Dateiübertragung Scheckinformationen an den Zahlungsempfänger.

M

Mahnbereich

Organisatorische Einheit innerhalb eines Buchungskreises, die für das Mahnwesen zuständig ist. Die Steuerung des Mahnverfahrens und die Durchführung der Mahnungen erfolgt getrennt nach Mahnbereichen. Der Mahnbereich kann zum Beispiel gleich einer Sparte, einem Vertriebsweg, einer Verkaufsorganisation oder einem Geschäftsbereich definiert werden.

Mahnschlüssel

Kennung von Posten, die im Mahnwesen gesondert behandelt werden, wie zum Beispiel ungeklärte oder avisierte Posten.

Mahnsperre

Kennzeichnung, die es durch die Zuweisung eines Mahnsperrgrundes ermöglicht, Konten und Posten zum Mahnen zu sperren.

Mahnsperrgrund

Ursache oder Begründung dafür, dass ein offener Posten oder alle Posten eines Geschäftspartners nicht gemahnt werden.

Mahnstufe

Ziffer, die angibt, wie oft ein Posten oder ein Konto schon gemahnt wurde.

Mahnverfahren

Definierte Vorgehensweise, die bestimmt, wie Geschäftspartner gemahnt werden können. Zu einem Verfahren werden u.a. die Anzahl der Mahnstufen, der Mahnrhythmus, Betragsgrenzen und die Mahntexte festgelegt.

Mahnverfahrenstufe

Regel, die für ein Mahnverfahren eine bestimmte Form der Mahnung und die auslösende Bedingung definiert.

Mahnwesen

Strukturierter Prozess des Mahnens von Kunden. Im R/3-System werden Kunden einem Mahnverfahren zugeordnet, das genau festlegt, wie und wann der Mahnvorgang stattfindet.

Mandant

Eine für sich handelsrechtlich, organisatorisch und datentechnisch abgeschlossene Einheit innerhalb eines R/3-Systems mit getrennten Stammsätzen und einem eigenständigen Satz von Tabellen.

Material

Gut, das Gegenstand der Geschäftstätigkeit ist. Mit einem Material wird gehandelt, es wird bei der Fertigung eingesetzt, verbraucht oder erzeugt. Ein Material ist gemäß der organisatorischen Einheiten Werk, Lagerort, Lagernummer und -typ und Vertriebslinie gegliedert, damit die Eigenschaften des Materials auf der relevanten organisatorischen Ebene festgehalten werden können. Unterschiedliche Abteilungen oder Fachbereiche eines Unternehmens haben unterschiedliche Sichten auf ein Material, z.B. Disposition, Einkauf oder Lagerverwaltung. Verschiedene Parameter legen für ein Material fest, wie z.B. die Disposition oder die Qualitätsprüfung durchgeführt wird.

Merkposten

Spezieller Posten, durch den keinerlei Kontostände verändert werden. Beim Buchen eines Merkpostens wird ein Beleg erzeugt; der Posten ist über die Einzelpostenanzeige anzeigbar. Bestimmte Merkposten werden durch das Zahlungs- oder Mahnprogramm bearbeitet. Beispiel: Anzahlungsanforderungen.

Mittelkurs

Abrechnungskurs im Devisengeschäft, der sich als arithmetisches Mittel aus Geld- und Briefkurs ergibt.

Musterbeleg

Spezielle Art von Referenzbeleg, aus dem beim Erfassen eines Buchhaltungsbelegs Daten vorgeschlagen werden. Durch den Musterbeleg werden im Gegensatz zum Buchhaltungsbeleg keine Verkehrszahlen fortgeschrieben. Er dient lediglich als Datenquelle für einen Buchhaltungsbeleg.

Musterkonto

Spezieller Stammsatz, über den Werte für das Anlegen des buchungskreisspezifischen Bereichs von Sachkontenstammsätzen vorgegeben werden können. Dazu sind zusätzlich Wertübertragungsregeln zu definieren, die festlegen, wie die Werte aus dem Musterkonto zu übertragen sind.

Musterstammsatz

Beispiel eines Stammsatzes als Erfassungshilfe für das Einrichten anderer Stammdaten.

N

Nachbelastung

Zusätzliche Sollbuchung zu einem oder mehreren bereits gebuchten Geschäftsvorfällen, wie z.B. im Falle einer Steuernachbelastung.

Nachbelastung Bilanz (Programm)

Das Programm SAPF180 stellt sicher, dass die Geschäftsbereiche Nullsalden aufweisen. Das ist erforderlich für das Erstellen der Bilanzen pro Geschäftsbereich. Wenn die Profit-Center-Rechnung aktiv ist, werden Nachbelastungen auch für Profit Center durchgeführt. Das Programm nimmt eine nachträgliche Zuordnung von Forderungen, Verbindlichkeiten, Steuern und Kursdifferenzen vor.

Nachkontierung

Manuelle Ergänzung automatisch erstellter Belegpositionen während der Belegerfassung.

Nebenbuchhaltung

Buchhaltung, die ein Nebenbuch, wie Debitor, Kreditor oder Anlagen, umfasst. Nebenbücher erläutern die Abstimmkonten des Hauptbuchs.

Negativbuchung

Buchung, durch die die Verkehrszahlen des bebuchten Kontos vermindert werden.

Nettobuchung

Buchungsmethode, bei der der erwartete Skontobetrag bereits beim Buchen der Rechnung realisiert wird und die Anschaffungskosten bzw. den Materialbestandswert vermindert. Daher ist es möglich, die exakten Anschaffungswerte minus dem Skontobetrag zu buchen.

Nettofälligkeit

Datum, zu dem ein offener Posten ohne Skontoabzug zu zahlen ist.

Nummernkreis

Innerhalb der Finanzmodule werden Nummernkreise konfiguriert, um individuelle betriebswirtschaftliche Anforderungen zu erfüllen. Nummernkreise können intern oder extern vergeben werden. Einige Nummernkreise sind bestimmten Verwendungen in R/3 vorbehalten. Nummernkreise werden für Stammsätze und Belege definiert.

O

Offene FI-Schnittstelle

Die Standardfunktionen des Rechnungswesens reichen oft nicht aus, um die speziellen Anforderungen bestimmter Kunden oder Branchen zu erfüllen. Oft ist es nicht immer praktikabel, das Standardsystem zu erweitern. Gleichzeitig sollten Modifikationen des Standardsystems vermieden oder so gering wie möglich gehalten werden. Die Offene FI-Schnittstelle ermöglicht die Erweiterung der Standardfunktionen ohne eine Modifikation des Standardsystems.

Offene-Posten-Bewertung

Die Offene-Posten-Bewertung (SAPF100) führt eine Fremdwährungsbewertung für Konten durch, die mit der Offene-Posten-Verwaltung geführt werden, z. B. Kreditoren- und Debitorenkonten.

Offene-Posten-Verwaltung

Festlegung, dass die Posten eines Kontos durch andere Posten des Kontos ausgeglichen werden müssen. Der Saldo der am Ausgleich beteiligten Posten muss Null ergeben. Der Kontensaldo ergibt sich dadurch stets aus der Summe der offenen Posten.

Operativer Kontenplan

Jeder Buchungskreis in R/3 verwendet zur Kontenvalidierung bei der Belegbuchung nur die Sachkonten eines Kontenplans. Dieser Kontenplan heißt operativer Kontenplan.

Originalbeleg

Dokument, das als Beweis für die Richtigkeit einer Buchung dient.

P

Parallelwährung

Jeder Hauptbuchvorgang in R/3 wird automatisch in der Transaktionswährung und in der Haus- oder Buchungskreiswährung ausgedrückt. R/3 kann zur Darstellung von zwei zusätzlichen oder parallelen Währungen konfiguriert werden. Der Vorgang kann in jeder der gespeicherten Währungen angezeigt werden. Buchungen auf Kursdifferenzkonten werden automatisch vorgenommen.

Parameter-IDs (PIDs)

Parameter-IDs werden dazu verwendet, den Standardwert für ein Feld im Benutzerstammdatensatz festzulegen. Das Verfahren hat für den Benutzer den Vorteil, dass er nicht länger den Feldwert auf dem Bildschirm eingeben muss.

Personalbereich

Der Personalbereich ist eine organisatorische Einheit, die einen nach personaladministrativen, zeitwirtschaftlichen und abrechnungsorganisatorischen Gesichtspunkten abgegrenzten Unternehmensbereich darstellt. Einem Personalbereich ist genau ein Buchungskreis zugewiesen.

Primäre Kostenarten

Primäre Kostenarten sind Kosten- oder Erlöspositionen innerhalb eines Kontenplans mit ihnen entsprechenden Sachkonten im Finanzwesen. Wenn eine primäre Kostenart angelegt wird, muss sie zuerst als Sachkonto im Kontenplan und als Konto im Finanzwesen vorhanden sein.

Profit Center

Profit Center sammeln Erlöse und Kosten für die Kostenstellen, für die sie verantwortlich sind.

R

Rate

Die Rate ist eine Zahlungsbedingung. Jede Ratenzahlung kann eine eigene Zahlungsbedingungsdefinition haben.

Recherche

Reporting-Werkzeug, das die interaktive Auswertung von Daten ermöglicht.

S

Sachkonteninformationssystem

Mit dem Sachkonteninformationssystem auf Basis der SAP-EIS (Executive Information System) -Technik steht Ihnen ein dialogorientiertes Infosystem zur Verfügung. Dieses ist in der Lage, den Datenbestand nach allen in der Datenbeschreibung enthaltenen Merkmalen auszuwerten. Als Datenbasis für das Sachkonteninformationssystem dienen hauptsächlich die Sachkontenverkehrszahlen sowie die Bilanz-/GuV-Strukturen. Als Berichtsarten stehen Ihnen Bilanzanalysen sowie Bilanzkennzahlenberichte zur Verfügung.

SWIFT-Code

Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Im internationalen Zahlungsverkehr ist über den weltweit eindeutigen SWIFT-Code eine Identifikation der Bank ohne Angaben von Adresse oder Bankleitzahl möglich. Diese Angabe ist vor allem für den automatischen Zahlungsverkehr von Bedeutung.

T

Tagesfinanzstatus

Der Tagesfinanzstatus zeigt die kurzfristige Entwicklung Ihrer Bankkonten an. Die Anzeige wird von zwei Quellen gespeist:

  • FI-Buchungen auf finanzdispo-relevante Sachkonten,
  • dispositive Einzelsatzerfassung, z.B. Avise.

Teilzahlung

Zahlung, bei der der ausstehende Rechnungsbetrag nur teilweise beglichen wird.

Toleranz

Akzeptierte Abweichung von vorgegebenen Werten.

Transaktionswährung

Auf dem Belegkopf eingetragene Währung. R/3 speichert Belege immer in der Transaktionswährung.

U

Umrechnungskurs

Relation zwischen zwei Währungen. Der Kurs wird verwendet, um einen Betrag in eine andere Währung umzurechnen.

Umsatz

Summe der in einer Periode verkauften und mit ihren jeweils gültigen Verkaufspreisen bewerteten Leistungen eines Unternehmens.

Umsatzsteuer

Oberbegriff für Vor- und Ausgangssteuer.

Umsatzsteuerkreis

Spezifiziert innerhalb eines Mandanten eine aus einem oder mehreren Buchungskreisen bestehende umsatzsteuerliche Organschaft. Schuldner der Umsatzsteuer ist der Organträger; er hat auch die Voranmeldungen und Jahreserklärungen abzugeben und darin die Umsätze aller zu dem Organverhältnis gehörenden Unternehmen aufzuführen.

Umsatzwirksamkeit

Eigenschaft eines Buchungsschlüssels, bei dessen Verwendung die Umsätze mit dem Geschäftspartner fortgeschrieben werden.

V

Validierung

Die Validierung ist der Prozess der Überprüfung von Werten und Wertkombinationen bei der Eingabe dieser Werte und Wertkombinationen in das R/3-System. Wenn die Validierungsbedingungen nicht erfüllt werden, gibt das System eine vom Benutzer definierte Fehler- oder eine Warnmeldung aus.

Verbindlichkeiten

Summe der sowohl dem Grunde als auch der Höhe und Fälligkeit nach feststehenden Schulden eines Unternehmens (Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Lieferanten, aus Kundenanzahlungen etc.).

Verkaufsorganisation

Eine Verkaufsorganisation stellt juristisch eine Verkaufseinheit dar und wird einem Buchungskreis zugeordnet. Dadurch wird eine Verbindung zwischen Vertrieb und Rechnungswesen hergestellt. Da eine Verkaufsorganisation nur zu einem Buchungskreis gehört, werden alle Finanzvorgänge zu dieser Verkaufsorganisation in dem verbundenen Buchungskreis gebucht. Einem Buchungskreis können mehrere Verkaufsorganisationen zugeordnet werden.

Verkehrszahlen

Summe aller Buchungen auf ein Konto, getrennt nach Buchungsperioden und Soll und Haben.

Verrechnungskonto

Konto, das Buchungen vorübergehend aufnimmt. Verrechnungskonten sind Hilfskonten aus buchungstechnischen Gründen, die sich immer wieder ausgleichen. Mögliche Gründe können sein:

  • Zeitdifferenz zwischen Geschäftsvorfällen (WE/RE-Verrechnungskonto),
  • organisatorische Aufgabenverteilung (Bankverrechnungskonto),
  • unklare Geschäftsvorfälle.

Vertriebsbereich

Der Vertriebsbereich ist eine bestimmte Kombination von Verkaufsorganisation, Vertriebsweg und Sparte.

Verzugszinsen

Zinsen, die nach Eintritt der Nettofälligkeit einer Schuld an den Gläubigern zu entrichten sind.

Vorerfasster Beleg

Ein unvollständiger Beleg kann vorübergehend in R/3 gespeichert und dann zu einem späteren Zeitpunkt vom selben oder einem anderen Benutzer gebucht werden.

Vorgangsnummer, buchungskreisübergreifende

Nummer, die Belege, die bei einer buchungskreisübergreifenden Buchung erzeugt werden, zusammenfasst.

Vorsteuer

Steuer, die vom Kreditor in Rechnung gestellt wird.

W

Währung

Gesetzliches Zahlungsmittel eines Landes.

Währungstyp

Schlüssel zur Beschreibung einer Geldeinheit in Hinsicht auf:

  • Rolle der Währung im R/3-System,
  • Bewertungsansatz, mit dem der Betrag zustande kam, falls Sie Funktionen zur parallelen Bewertung verwenden.

Der Währungstyp wird verwendet, um Beträge zwischen Komponenten des R/3-Systems (z.B. Finanzbuchhaltung und Controlling) über Schnittstellen übertragen zu können.

Warenbewegung [Materialwirtschaft (MM)]

Physische oder logische Bewegung von Materialien, die eine Veränderung von Materialbeständen bewirkt oder Materialien direkt für den Verbrauch bestimmt. Bei einer Warenbewegung kann es sich um einen Wareneingang, einen Warenausgang oder eine Umbuchung von Materialien handeln. Eine Warenbewegung besteht aus Positionen, in denen die Menge und gegebenenfalls der Wert des Materials enthalten ist. Die konkret ein- bzw. auszulagernden Materialien können pro Position als Einzelstücke angegeben sein. Eine Umbuchung kann sowohl innerhalb eines Werks wie auch werksübergreifend stattfinden. Die in der Position enthaltene Menge ändert den Bestand im Werk, im Lagerort oder auf einem Lagerplatz. Warenbewegungen direkt in den Verbrauch führen zu keiner Fortschreibung des Bestandes. Eine Position zu einem Wareneingang muss nicht notwendigerweise einen Zugang von Materialien bedeuten, da eine Position auch die Stornierung der entsprechenden Warenbewegung bedeuten kann. Bei bewertetem Bestand erfolgt eine Fortschreibung der Verkehrszahl im zugehörigen Bestandskonto.

Wareneingang [Materialwirtschaft (MM)]

Begriff der Bestandsführung, der den Erhalt von Waren durch eine Firma bezeichnet. Im SAP-System werden folgende Wareneingänge unterschieden:

  • Wareneingang mit Bezug auf eine Bestellung,
  • Wareneingang mit Bezug auf einen Fertigungsauftrag,
  • Sonstiger Wareneingang (ohne Bezug).

WE/RE-Verrechnungskonto

Dieses Sachkonto enthält Buchungen zu Bestellungen, für die ein Wareneingang, aber noch kein Rechnungseingang stattgefunden hat, sowie Buchungen für Bestellungen, für die ein Rechnungseingang, aber noch kein Wareneingang stattgefunden hat.

Wechsel

Zahlungsversprechen in Form eines von dem ursprünglichen Rechtsgeschäft losgelösten, abstrakten Zahlungspapiers.

Werk

Das Werk ist ein Betriebsbereich oder eine Niederlassung innerhalb eines Unternehmens. Das Werk spielt eine wichtige Rolle bei der Materialbewertung, bei der Bestandsführung, Disposition, Fertigung, den Kosten und der Instandhaltung. Bei der Konfiguration wird ein Werk einem Buchungskreis zugeordnet. Ein Werk kann nur einem Buchungskreis zugewiesen werden, jedoch können einem Buchungskreis mehrere Werke zugeordnet sein.

Z

Zahlungsbedingungen

Die mit dem Geschäftspartner vereinbarten Regelungen, die bzgl. des finanziellen Ausgleichs für erbrachte Lieferungen und Leistungen gelten sollen. Beispiele:

  • Vereinbarung der Vorauszahlung,
  • Übergabe gegen Bezahlung,
  • Zahlung nach Übergabe (z.B. Klauseln "sofort Kasse", "gegen bar", Vereinbarung eines Zahlungsziels),
  • kombinierte Bedingungen (z.B. die Klausel "zahlbar in 30 Tagen ohne Abzug oder innerhalb 10 Tagen unter Abzug von 2% Skonto").

Zahlungsbedingungen sind als vierstellige alphanumerische Schlüssel definiert. R/3 wird mit typischen Zahlungsbedingungen ausgeliefert, neue Zahlungsbedingungen können jedoch in der Konfiguration festgelegt werden. Jede Bedingung besteht aus bis zu drei möglichen Kombinationen aus Zahlungsfristen und Skontoprozentsätzen.

Zahlungsfristenbasisdatum

Datum, auf das die Zahlungsbedingungen angewendet werden.

Zahlungsmitteilung

Mitteilung an einen Debitor oder an interne Abteilungen, die eine Zahlung bestätigt, zur Klärung von Zahlungsdifferenzen oder zur Zuordnung von Zahlungen auffordert.

Zahlungsprogramm

Das Zahlungsprogramm wurde für den internationalen Zahlungsverkehr mit Kreditoren und Debitoren entwickelt und verarbeitet sowohl den Zahlungseingang als auch den -ausgang. Das Programm weist eine hohe Flexibilität auf, so dass Sie landesspezifische Zahlungsbesonderheiten wie Zahlweg, Zahlweise oder Datenträgerfestlegungen definieren können.

Zahlungssperre

Kennzeichnung, die es ermöglicht, ein Konto oder einzelne Posten zum Zahlen zu sperren. Die Zahlungssperre wird im Stammsatz des Geschäftspartners oder in der Belegposition vermerkt.

Zahlungssperrgrund

Ursache oder Begründung dafür, dass ein offener Posten oder alle Posten eines Geschäftspartners in einem Buchungskreis nicht reguliert werden.

Zahlungstoleranz

Regelwerk zur Behandlung von Zahlungsdifferenzen. Hier werden maximal zulässige Abweichungen für geleistete Zahlungen gegenüber dem vereinbarten Betrag und Regeln für Restpostenbuchungen, die bei Überschreitung der Schwellwerte erstellt werden können, festgelegt.

Zahlungsverhaltensanalyse

Analyse der durch den Kunden geleisteten Zahlungen im Hinblick auf Fristüberschreitungen und Inanspruchnahme von Skonto.

Zahlweg

Gibt an, mit welchem Verfahren, z.B. Scheck, Wechsel oder Auslandsüberweisung, Zahlungen geleistet werden.

Zentralkonto

Konto, das benutzt wird, um ein Zentral- und Filialverhältnis, das bei einem Geschäftspartner besteht, im SAP-System abzubilden. Über das Zentralkonto wird reguliert, auf dem Filialkonto werden die Bestellungen, Lieferungen oder Rechnungen gebucht.

Zuordnungsfeld

Das Feld Zuordnung ist ein zusätzliches Referenzfeld für Einzelposten. Es ist für jeden gebuchten Einzelposten vorhanden. Einzelposten können im Einzelpostenverzeichnis nach diesem Feld sortiert werden. Das Zuordnungsfeld wird entweder automatisch gefüllt (Sortierschlüssel im Stammsatz) oder manuell (Eintrag in einem Einzelposten).

Zusatzkontierung

Festlegung weiterer Kontierungsobjekte in der Belegposition. Dazu zählen z.B.

  • Zahlungsbedingungen,
  • Zahlweg,
  • Kostenstelle

Zusatzsteuer

Eine zur Umsatzsteuer zusätzlich zu buchende Steuer. Dazu zählen:

  • Luxussteuer
  • Investitionssteuer